acro paragliding

speed click !

speed click !

 

 

 

 

 

 

 


Die Dolomiten ins Wanken gebracht

Strahlender Sonnenschein und trotzdem 440 schmerzverzerrte Gesichter. Eindrücke, welche der 19. Red Bull Dolomitenmann extremer denn je vermittelt. Über 25.000 Fans feuern die 110 gestarteten Teams zu extremen Höchstleistungen an.

Ein Bewerb nur für die Härtesten unter der Sonne…

Zum 5. Mal ist MadMikeKüng dabei. Dieses Mal im Prominenten-Team mit dem zweimaligen österreichischen Radsportler des Jahres und dreifachen Tour-de-France-Teilnehmer Gerrit Glomser, dem Langlauf-Olympiasieger und österreichischen Sportler des Jahres 2002 Christian Hoffmann und dem World- und Europacup-Champion in White Water- und Free Style-Kajaking Oli Grau.


Gemeinsam mit Werner „Grizzly“ Grissmann stärkten sich die vier Athleten bei den Dreharbeiten zur ORF-SendungFrisch gekocht ist halb gewonnen“ im Hotel „Goldener Fisch“ mit einheimischen Schmankerln. „Wisst ihr, was das Geniale am Radsport ist? Du kannst essen, so viel du willst!“ grinst Gerrit Glomser kauend. Doch dann wird es ernst…

Bereits der Berglauf in den Lienzer Dolomiten - mit über 1700 Höhenmetern auf 12 km und wechselndem Untergrund - fordert den Sportlern alles ab. Nach dem steilen Endstück dann das Ziel. Der Skilanglauf-Champion Christian Hoffmann erreicht einen sensationellen 6. Platz.

     

Im Sekundentakt folgt dann die Übergabe an die Paraglider, dann geht es in einem halsbrecherischen Lauf über steile Schotterfelder hinunter Richtung Startplatz. Nach dem Start gilt es zwei Pylonen zu umrunden, auf der Moosalm topzulanden, mit geschultertem Schirm berauf zu sprinten, wieder starten, um dann auf dem Fussballplatz in Leisach zu landen. Schließlich noch eine letzte, kleine Laufstrecke. Als einziger Teilnehmer mit seinem Schirm über sich, spurtet Mike Richtung Torbogen, um an Olli Grau zu übergeben.

Während die Paragleiter erschöpft auf dem Rasen sitzen, nehmen die Strapazen im Lager der Kanuten ihren Lauf. Um zum Kajak zu gelangen, muss die Drau durchschwommen werden. Was folgt, sind Sprünge aus sieben Meter und eine fünf Kilometer lange Wildwasserregatta gespickt mit Aufwärtszonen, Eskimorollen und 34 Toren. Der anstrengende Ritt durch die Drau hat auch Oliver Grau alles abverlangt. „Es ist ein Teambewerb, da gibt man einfach alles für die Kollegen!“ Nun ist sein Biker Gerrit Glomser auf der 14,8 km-langen Mountainbikestrecke mit mörderischen 1400 Höhenmeter unterwegs.

Tragepassagen und die Downhill-Strecke mit einem Durchschnittsgefälle von 26,4 Prozent brachten den Strassenrennradfahrer Gerrit nicht aus dem Konzept. Im Gegenteil. Mit dem Bike auf dem Rücken lacht er fröhlich in die ORF-Kamera „Schieben mag ich nicht. Tragen schon gar nicht!“ Als unglaublicher Drittplatzierter kommt Gerrit Glomser ins Ziel. Gesamtplatz 6 für sein Team. Die beste Platzierung eines Prominenten-Teams in der 19jährigen Dolomitenmann-Geschichte. Mit einer Gesamtzeit von 03:55:41,6 Stunden wird das RED BULL-Team Sieger des Dolomitenmannes 2006. Das Team Robotunits belegte mit einem Rückstand von 6 Minuten und 26 Sekunden den zweiten Rang, gefolgt von Skoda Auto mit einer Gesamtzeit von 04:07:27,7 Stunden.

Kleiner Wermutstropfen zum Schluß dieser tollen Veranstaltung: Wegen Problemen mit den erstmalig bei den Gleitschirmfliegern durchgeführten GPS-Aufzeichnungen wurde über ein Drittel aller Teams disqualifiziert, so auch das Promi-Team.

www.olligrau.de
www.glomser.com
www.hoffi.at

Fotos: Ines Sattler / MMKTeam
Peter Leiter / www.diehitte.at